VEREINSREISE 2018          Bainvgnü in Engiadina Bassa

 

Samstag, 15. September

Eine muntere Gruppe von dreizehn Teilnehmern schart sich morgens um Viertel vor Sieben um den Reiseleiter Fritz Fahrni.

Mit S3, IC3 und RhB fahren wir unserem Ziel Scuol entgegen.

In Scuol angekommen können wir bereits die Zimmer beziehen, die Gästekarte entgegennehmen, den Tagesrucksack schnüren und…

Für den Znünikaffee reicht es nicht mehr, wir haben schon zu viel, nicht selbstverschuldeten, Rückstand auf die Marschtabelle.

Also los zur Gondelbahn nach Motta Naluns und hochfahren. Hier beginnt unsere Wanderung, mehr oder weniger auf Höhenkurve, in Richtung Prui.

Die Aussicht auf die verschiedenen Dreitausender gegenüber und ins Inntal mit dem Blickfang Schloss Tarasp ist grandios. Angelangt auf Prui gibt es endlich etwas, nicht im Rucksack mitgeschlepptes, Flüssiges und Mittagessen. Gestärkt geht es weiter mit mehr oder weniger sanfter Steigung zur Alp Laret. Nach einer Pause auf der Terrasse des Alprestaurants nehmen wir den Abstieg nach Ftan unter die Füsse. Trotz Bündnerjagd sehen einige noch ein aufgeschrecktes Murmeli zu seiner Höhle rennen.

Ziemlich geschafft erreichen wir Ftan, von wo aus wir mit dem Postauto nach Scuol zurückfahren.

Nach Ankunft im Hotel gegen halb sechs ohne Umwege aufs Zimmer, Duschen und zum Apero und dann zum wohlverdienten feinen Abendessen.

 

Sonntag, 16. September

Nach dem reichhaltigen Frühstück wandern wir hinunter zur Gurlainabrücke am Inn. Weiter geht es dem Inn entlang zur ehemaligen Trinkhalle "Büvetta Tarasp". Diese Trinkhalle wurde im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts erbaut zum Zweck von Trinkkuren mit Wasser aus drei verschieden mineralisierten Quellen und der Förderung des Tourismus im Unterengadin. Wegen akuter Hangrutschgefahr ist die Anlage leider nicht mehr zugänglich. Wir setzen unseren Weg fort den Hang vom Inn weg hinauf nach Tarasp. Am Lai da Tarasp angelangt machen wir eine Rast und stärken uns mit dem vom Hotel mitgebrachten Lunchpaket. Der Lai Tarasp ist ein künstlich angelegter See und dient als Wasserspeicher für Löscheinsätze in der Umgebung. Im See schwimmt eine grosse, glänzende Kugel, ein Kunstobjekt des einheimischen Künstlers Not Vital, dem heutigen Besitzer des Schlosses Tarasp.

Weiter geht es hoch zum Schloss, mit einer kurzen Einkehr beim Schlosshotel. Oben vor dem Schloss angekommen empfängt uns ein Schlossführer zu einem interessanten Rundgang durch die Räume des Schlosses. Wir vernehmen viel zur Geschichte mit den vielen Besitzerwechseln und den verschiedenen Einflussbereichen der jeweiligen Schlossherren. Zum heutigen Schlossbesitzer erfahren wir, dass er ein weltbekannter Künstler und Weltenbummler ist und an verschiedenen Orten auf der Welt lebt und arbeitet. Seine Kunstobjekte sind auf der ganzen Welt zu sehen.

Nach diesen geschichtlichen und kulturellen eineinhalb Stunden kehren wir mit dem Postauto zurück nach Scuol. Im Hotelgarten geniessen wir noch ein „Bündnerplättli“ und machen uns dann auf den Heimweg nach Pfäffikon.

 

Bericht: Reini Schneider

 
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